Projekt

Studie zu Verschluss des offenen Foramen ovale (PFO) und Migräne

Automatisch geschlossen · 2008 bis 2013

Art
Klinische Forschung
Reichweite
Multizentrisch, KSSG als Hauptzentrum
Bereiche
Status
Automatisch geschlossen
Start
2008
Ende
2013
Finanzierungsart
Eigenfinanzierung
Studiendesign
Offene, prospektive, nicht-Placebo-kontrollierte, monozentrische Beobachtungsstudie
Schlagwörter (Tags)
offenes Foramen ovale, persistierendes Foramen ovale, PFO, Migräne, ischämischer Hirninfarkt, Schlaganfall
Projektpartner
Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen
Kurzbeschreibung/Zielsetzung

In Beobachtungsstudien konnte gezeigt werden, dass Patienten mit offenem Foramen ovale (PFO, patent foramen ovale) und Migräne, insbesondere mit Aura, nach Verschluss des PFO deutlich weniger Migräneattacken oder Migräneattacken geringerer Intensität hatten als vor Verschluss des PFO. Diese Beobachtung wird in der Literatur kontrovers diskutiert und führt zu der Hypothese, dass bei Patienten mit Migräne, insbesondere mit Aura, und offenem Foramen ovale (PFO) der Verschluss des PFO zu einer Reduktion der Migräneattacken führt.
Um dieser Frage nachzugehen, werden Patienten, bei denen ein Verschluss des offenen Foramen ovale im Kantonsspital St. Gallen kathetertechnisch geplant ist, neurologisch auf das Vorhandensein von Kopfschmerzen, insbesondere Migräne mit oder ohne Aura, gescreent und bei Eignung zur Teilnahme eingeschlossen. Bis zum Verschluss des PFO und anschliessend alle 3 Monate für einen Zeitraum von 12 Monaten werden die Patienten mit einem Kopfschmerzfragebogen und -kalender zum Verlauf ihrer Kopfschmerzen befragt.
Mit Hilfe des Kopfschmerz-Fragebogens wird die Diagnose Migräne mit oder ohne Aura nach den Richtlinien der International Headache Society (IHS) gestellt. Anhand des „Migraine disability Score (MIDAS)“ wird das Ausmass der Beeinträchtigung im Alltag durch die Kopfschmerzen abgefragt und durch den „Migraine ACT“ die Wirksamkeit der verwendeten Anti-Migräne-Medikamente beurteilt.