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Einfluss von Postmenopause, Sonnenlichtexposition, Arzneimitteln und Komorbiditätenauf Serumkalzium und Phosphat bei 13.000 Krankenhauspatienten*

Wissenschaftlicher Artikel/Review - 11.01.2017

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Schlagwörter (Tags)
Kalzium – Phosphat – Albumin-Korrektur – Arzneimittelwirkung – Komorbidität – Wetter
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Zitation
Henz S, Tapernoux D, Diethelm M, Bucher C, Fehr T, Propp S. Einfluss von Postmenopause, Sonnenlichtexposition, Arzneimitteln und Komorbiditätenauf Serumkalzium und Phosphat bei 13.000 Krankenhauspatienten*. Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2017; 46:1-8.
Projekt
Art
Wissenschaftlicher Artikel/Review (Deutsch)
Zeitschrift
Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2017; 46
Veröffentlichungsdatum
11.01.2017
ISSN (Druck)
ISSN 0300-5224
eISSN (Online)
Seiten
1-8
Verlag
Kurzbeschreibung/Zielsetzung

Zielsetzung:
Untersuchung des relativen Einflusses von demographischen Variablen, Arzneimitteln, Komorbiditäten und Wetterbedingungen auf Serumkalzium (Ca) und Phosphat (Pi) bei Patienten in einem Krankenhaus der Maximalversorgung.
Methoden:
Für 12.667 konsekutive Patienten, die im Kantonsspital St. Gallen aufgenommen wurden, wurden Daten zu Alter, Geschlecht, Körpergewicht, ICD-10-Diagnosen, vor Eintritt eingenommenen Arzneimitteln und Laborwerten aus der elektronischen Datenbank
entnommen. In die Regressionsanalyse wurden auch Parameter zum Wetter vor dem Krankenhausaufenthalt eingeschlossen. Ergebnisse:
Für das Serum-Ca lag eine Normalverteilung vor, der Median (Interquartilbereich) lag bei 2,3 (2,2/2,4) mmol/l. Im Gegensatz dazu zeigte Pi eine rechtsschiefe Verteilung von 1,0 (0,9/1,2) mmol/l. Bei
Frauen nach der Menopause war das Ca erhöht. Sonnenschein vor der Aufnahme im Krankenhaus war sowohl mit höheren Ca als auch mit höheren Pi-Werten assoziiert. Ein niedrigerer Blutdruck war mit egringerem Ca und höherem Pi assoziiert. Zudem stieg das Ca um 0,017 mmol/l pro g/l Albumin-Erhöhung an (p < 0,0001). Schlussfolgerungen:
Serum-Ca und Pi bei Krankenhausaufnahme hängen stark von Patientenmerkmalen, eingenommenen Arzneimitteln und Komorbiditäten ab. Insbesondere war bei Frauen nach der Menopause das Ca erhöht. Mit der häufig verwendeten Formel von Payne zur Albumin-Korrektur (0,025 mmol/l Ca pro g/l Albumin) wird der Effekt von Albumin eventuell überschätzt. Wir schlagen stattdessen 0,017 mmol/l Ca pro g/l Albumin zur Korrektur bzw. die Messung von freiem (ionisiertem) Ca vor.