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[DGPPN 2021] Psychotraumatologie in der somatischen Medizin - Gynäkologische Vorsorgesprechstunde

Conference Paper/Poster - Nov 24, 2021

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Keywords
Psychosomatik; Frauenheilkunde; Gynäkologie; Traumatisierung; Arzt-Patienten-Interaktion
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Citation
Schmid D, Hornung R, Schmidt R, Krolak M, Nobel G, Germann N, Hämmerli Keller K (2021). [DGPPN 2021] Psychotraumatologie in der somatischen Medizin - Gynäkologische Vorsorgesprechstunde.
Project
Type
Conference Paper/Poster (Deutsch)
Conference Name
Poster presented at the congress of DGPPN 2021 (Berlin, Germany)
Publisher Proceedings
Publication Date
Nov 24, 2021
Issn Print
Isbn Number
Pages
1
Publisher
-
Brief description/objective

Einleitung:
Traumatisierungen und psychische Symptome sind in medizinisch-somatischen Fachgebieten sehr relevant. Trotz Fortschritten in den letzten Jahren ist deren klinische Versorgung noch unzureichend. Das Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss traumatisierender Lebenserfahrungen und aktueller psychischer Belastung in der gynäkologischen Vorsorgesprechstunde auf die Arzt-Patienten-Interaktion zu untersuchen.

Methodik:
Die prospektive Studie befragt 200 Patientinnen des Ambulatoriums der Frauenklinik eines somatischen Spitals (tertiäres Spital mit 700 Betten). Dabei werden vor der Untersuchung per Fragebogenerhebung die aktuelle psychische Belastung sowie aktuelle und frühere Traumatisierungen erfasst. Nach der Konsultation wird die Qualität der Arzt-Patienten-Interaktion erhoben. Zudem werden auf Seiten der Ärzte relevante Einflussfaktoren wie Ausbildungsstatus und subjektive Relevanz des Themas erfasst.

Resultate:
Die aktuelle psychische Belastung (HADS, FDS-20, ISI) ist bei Patientinnen mit früherer und/oder aktueller Traumatisierung (CTQ, IES-R) signifikant höher als bei Patientinnen ohne Traumatisierung. Die gute Qualität der Patienten-Arzt-Interaktion (PRA-D) aus Sicht der Patientinnen unterscheidet sich nicht zwischen Patientinnen mit versus ohne Traumatisierung. Mit steigender Anzahl Berufsjahren der Ärzte zeigt sich eine bessere Arzt-Patienten-Interaktion. Ärzte sind zudem in der Lage, Traumatisierungen sowie psychische Belastungen in einer Vorsorgesprechstunde zu erkennen.

Diskussion:
Frühere als auch aktuelle Traumatisierungen zeigen sich in einer klinisch relevant erhöhten psychischen Belastung bei gynäkologischen Patientinnen. Gynäkologen sind in der Lage die psychische Belastung als auch das Vorliegen einer Traumatisierung zu erkennen. Die Einflussfaktoren wie z.B. Anzahl Berufsjahre auf die Qualität der Arzt-Patienten-Interaktion und Schritte zur verbesserten Patientenversorgung werden diskutiert.